Wunder vollbringen

Erfolge und Niederlagen liegen häufig nah beieinander. Diese Geschichte will allen Mut machen nicht aufzugeben und seinen eigenen Weg zu suchen!


Es war einmal ein kleines Kind, das wohnte mit seinen Eltern in einem kleinen Haus in einem kleinen Dorf. In dem Dorf gab es einige kleine Häuser und einen großen Pferdehof. Um das Dorf herum waren viele Weiden, auf denen grasten die Pferde. Sonst gab es nicht viel in der Gegend.

Dem Kind war das egal, es durfte die Pferde mit trockenem Brot füttern und manchmal wurde es auf dem Rücken eines großen schwarzen Pferdes spazieren geführt.

Das Kind hatte viele Bilder von den Pferden auf der Weide gemalt und kannte alle ihre Namen.

Aber das schwarze Pferd hatte schon viele weiße Haare im Gesicht, das Kind hatte sie schon oft gestreichelt. Es kam der Tag, an dem die Erwachsenen dem Kind erzählten, das schwarze Pferd sei jetzt im Himmel und könne dort über grüne Weiden galoppieren.

Das Kind nickte und sah in den Himmel. Und dann malte es das schwarze Pferd, wie es über das Gras galoppiert, das oben auf den Wolken wächst und es malte dem Pferd Flügel, damit es nicht herunterfallen konnte.

Das Kind wird älter, es hat das alles längst vergessen, ist umgezogen, aber vielleicht reitet es auch später noch. Vielleicht bist du so ein erwachsen gewordenes Kind.

Wenn du reitest, dann gehört ein Teil deiner Zeit ausschließlich deinem Pferd. Ihr probiert Neues aus, trainiert, macht Rück- und Fortschritte und dabei entsteht und verändert sich eure Beziehung.

Du steigst nach einem Ritt ab und spürst, wie es war.

Vielleicht war es anstrengend, da ihr viele gefährliche Trolle im Gebüsch gesehen habt. Vielleicht war es wunderbar und ihr seid im Tölt so schnell wie noch nie durch den Wald geflogen, oder der Trab war sehr taktsicher. Du steigst ab und hast ein Gefühl.

Und dann gibt es natürlich die ungefragten Stimmen der anderen. Wohlmeinend oder abwertend. Von Neidern oder Bewunderern, von Lehrenden und Belehrenden.

Diese Stimmen der anderen gibt es immer und sie sagen manchmal Dinge, die man nicht hören möchte.

Hör nicht auf sie! Hör nicht auf sie, solange es diese Momente des vollkommenen Verständnisses zwischen dir und deinem Pferd gibt.

Hör nicht auf sie, seid euch selbst genug! Das Band, das da zwischen deinem Pferd und dir ist, es ist elastisch und dehnbar und seine Existenz hat nichts mit den Stimmen der anderen zu tun.

Lass nicht zu, dass du dich abhängig machst von Meinungen!

Dein Pferd ist schwierig? Dein Pferd funktioniert nicht, wie es soll? Dein Pferd ist durchschnittlich?

Die Mühe lohnt sich nicht? Solange es Momente des tiefsten Verständnisses gibt, hör nicht auf die Stimmen der anderen. Strahlt aus euch selbst heraus!

Denn wenn ihr beide an euch glaubt, könnt ihr Wunder vollbringen. Dann kann dein Pferd auf einmal besser sein, als alle jemals gedacht haben.

Manchmal sind es nur die Flügel, die zum Fliegen fehlen und wenn es achtbeinige Islandpferde gibt, warum sollten ihnen dann nicht auch von Zeit zu Zeit Flügel wachsen?

Wenn ihr an euch glaubt, alle beide, dann könnte ihr Wunder vollbringen!

Gwendolyn Simper

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