Wie Pferde Begegnungen schaffen, aus denen manchmal lebenslange Freundschaften werden

Heidi Schwörer ist ein echtes Urgestein in der Islandpferde-Community. Sie verbringt schon mehr als ihr halbes Leben mit den Pferden und wir waren davon überzeugt, dass sie in dieser Zeit einiges erlebt hat, was sich aufzuschreiben lohnt.

Auf unsere Frage, ob sie uns etwas für unseren neuen Blog erzählen möchte, kommt ein sehr spontanes und freudiges Ja – und wir verabreden uns zu einem ersten Gespräch.

Schnell stellt sich heraus, dass Heidi so viele Geschichten im Kopf hat, dass sie zunächst gar nicht weiß, wo sie anfangen soll. Nach einigem Überlegen sprudelt sie schließlich lachend hervor:

„Ich möchte mit folgender Geschichte beginnen, denn sie ist eigentlich die wichtigste von allen – auch wenn da streng genommen kein Pferd im Mittelpunkt steht.“

Und schon versetzt sie uns mit ihrem lebendigen Bericht vierzig Jahre zurück: 1978  ging es gemeinsam mit Walter Feldmann sen. das erste Mal zum  Landsmót. „Alles war so aufregend“, schwärmt sie und ihre Begeisterung ist auch nach so vielen Jahren noch unüberhörbar. Diese konnte auch nicht durch die Tatsache getrübt werden, dass sie, die ja der isländischen Sprache nicht mächtig war, rein gar nichts verstand. „Das nächste Mal wollte ich aber nicht nur dabei sein, sondern auch alles verstehen“, erklärt sie uns.

Dass sie nicht so schnell isländisch lernen würde, war ihr schon klar, deshalb musste eine andere Lösung her!

Zurück in Deutschland, entschloss sie sich per Anzeige eine isländische Studentin zu suchen, die sie auf ihrer nächsten Reise begleiten und die für sie übersetzen sollte – gegen freien Flug sowie Kost und Logis.

Viele aus der Szene ahnen es bereits: Kristín, die seit einiger Zeit in Stuttgart Landwirtschaft studierte, fühlte sich sofort angesprochen und meldete sich. Ein kostenloser Heimflug und Landsmót on Top war ein verlockendes Angebot.

So machten sie sich das nächste Mal gemeinsam auf zum Landsmót. Schnell stellte sich heraus: Nicht nur der Deal, sondern auch die Wellenlänge stimmte perfekt. Beide teilten die Liebe zum Pferd und in ihrer Begeisterung waren beide nicht zu toppen! Kristín übersetzte und erklärte unermüdlich und dies, obwohl sie so manche der hellen isländischen Nächte mit Freunden verbrachte. Da war Heidi anfangs durchaus skeptisch gewesen, wie sie lachend gestand, aber ihre junge, blonde Übersetzerin stand jeden Morgen pünktlich um neun Uhr an der Bahn und beantwortete geduldig jede Frage. Heidi genoss diese Zeit, für sie war alles neu und sie saugte die Infos auf wie ein Schwamm.

An diese erste gemeinsame Reise denkt Heidi auch nach so vielen Jahren noch gerne zurück. Das Schönste daran ist, beendet sie ihren Bericht:

Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die bis heute andauert.

Passend zu dieser Geschichte:

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